Kontakt
Uli Keppler Maler und Stuckateur
Gönninger Straße 13
72793 Pfullingen
Homepage:www.maler-keppler.de
Telefon:07121 71121
Fax:07121 77242

Wohnen im Alter

Die meisten von uns wünschen sich, zu Hause alt werden und dort wohnen bleiben zu können. Die wenigsten freuen sich über den Umzug ins Altenwohnheim.

Möglich ist das häufig nur, wenn die Wohnung auch auf die Bedürfnisse im Alter zugeschnitten ist. Diese Anpassung kann im akuten Bedarfsfall erfolgen, besser ist es aber, bereits beim Neubau an sich ändernde Bedürfnisse zu denken.

Maßnahmen der Wohnraumanpassung:

  • Verbesserung der Ausstattung und Möblierung
  • Umbaumaßnahmen, z.B. Überwindung von Treppen, Vergrößerung der Türbreiten und sonstiger Verkehrsflächen, Badanpassung u.s.w.
  • Erhöhung der Sicherheit und des Komforts mit technischen Hilfsmitteln, dadurch auch Erleichterung der häuslichen Pflege
Altersgerechte Anpassung und Umbau von Wohnungen

Trotz aller Zweckmäßigkeit muss in einer altersgerechten Wohnung nicht auf Ästhetik verzichtet werden.

Altersgerechte Anpassung der Haus- und Wohnungseingänge
Wohnen im Alter

In der Regel sind Häuser und Wohnungen nur über einige Stufen zu erreichen. Stufen stellen aber gerade für Gehbehinderte und Rollstuhlfahrer Hindernisse dar, die beim Aufsuchen und Verlassen der Wohnung überwunden werden müssen.

Mögliche Maßnahmen

  • Handläufe
    Handläufe, möglichst beidseitig anordnen, geben mehr Sicherheit beim Treppensteigen.
    Besonders am Anfang und Ende einer Treppe muss darauf geachtet werden, dass Handläufe noch über der ersten bzw. letzten Stufe hinausragen, um dadurch einen besseren Halt zu geben. Eine kontrastreiche Gestaltung und ein durchgehender Verlauf des Handlaufes (z.B. auch am Treppenauge) sorgen für ein höheres Sicherheitsgefühl.
  • Rampen und Aufzüge
    Rampen (Gefälle max. 6 %) oder Aufzüge ermöglichen die Überwindung von Treppen auch für Rollstuhlfahrer.
  • Treppenlifte
    Treppenlifte können für sehr stark eingeschränkte Personen sinnvoll sein.
  • Automatische Türöffnungsanlagen
    Türöffnungsanlagen sogen bei Rollstuhlfahrern für mehr Selbstständigkeit.
  • Bewegungsfläche
    Der Bewegungsraum im Treppenhaus sollte ausreichend sein und sollte nicht mit Möbeln o.ä. zugestellt werden.
  • Bodenbelag
    Rutschfeste Bodenbeläge beugen Stürzen vor. Leichte Höhenunterschiede in Fußbodenbelägen, z.B. in Form von Teppichkanten, sollten wegen der Stolpergefahr vermieden werden.
  • Beleuchtung
    Besonders im Treppenbereich muss auf eine ausreichende Beleuchtung geachtet werden.
  • Kontrastreiche Gestaltung
    Eine farbliche Kennzeichnung der Stufenvorderkanten lässt einzelne Stufen leichter erkennen.
  • Zusatzausstattung
    Türöffnungs- und Gegensprechanlagen vermeiden ggfs. häufiges Treppensteigen. Für Personen mit Gehbehinderung lassen sich Sprechanlagen sogar bis zum Sessel oder zum Bett verlängern.
Installation/Einbau von Aufzügen und Liften
Installation/Einbau von Aufzügen und Liften

Personenaufzüge und Treppenlifte ermöglichen gehbehinderten Menschen die Überwindung von Höhenunterschieden. Beide Varianten lassen sich auch nachträglich in den Gebäudebestand einbauen, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden.

Aufzüge werden in Schächte aus Mauerwerk, Beton oder Metall eingepasst und können sowohl im Außen- als auch im Innenbereich vorgesehen werden. Rein optisch kann auch einer Vielzahl von Designvarianten ausgewählt werden.

Treppenlifte eignen sich für die unterschiedlichsten Treppenvarianten von geradlinig bis gewendelt und sind im Gegensatz zum Personenaufzug weniger platzintensiv.

Zur Überwindung geringer Höhen (bis ca. 1,5 m) können auch Hebeplattformen für Gehbehinderte, Rollstuhlfahrer oder Kinderwagen sinnvoll sein. Besonders in Fällen, in denen aus Platzgründen keine Rampe angeordnet werden kann, sind Hebeplattformen eine gute Hilfe.

Beim Einbau einer solchen Maßnahme müssen alle bauaufsichtlichen Anforderungen berücksichtigt werden. Im privaten Wohnumfeld können solche Maßnahmen von der Pflegekasse bezuschusst werden.

Altersgerechte Anpassung von Diele und Flur
Altersgerechte Anpassung von Diele und Flur

Besonders enge Flure und Dielen bergen Behinderungen und häufig auch Stolperquellen durch Teppiche, Möbel, herumstehende Schuhe etc. Um diese möglichst klein zu halten, können Sie bereits mit einfachen Maßnahmen eine Menge erreichen.

Mögliche Maßnahmen

  • Bodenbelag
    Rutschfesten Bodenbelag auswählen, Teppichkanten als Stolperquellen vermeiden.
  • Schalter
    Alle Schalter und Bedienungselemente müssen stets gut erreichbar sein.
  • Beleuchtung
    Es ist auf eine ausreichende Beleuchtung zu achten.
  • Kontrastreiche Gestaltung
    Eine kontrastreiche Gestaltung ist besonders hilfreich bei Stufenvorderkanten.
  • Zusatzausstattung
    Türöffnungs-, Gegensprechanlagen und die Installation eines Hausnotrufs erhöhen die Sicherheit und Bequemlichkeit.
Altersgerechte Anpassung der Küche
Altersgerechte Anpassung der Küche

Besonders in der Küche ist es wichtig, dass man möglichst viele Tätigkeiten ohne fremde Hilfe ausführen kann, auch wenn man in den Bewegungsabläufen z.B. durch einen Rollstuhl eingeschränkt ist. Alle Dinge des täglichen Bedarfs müssen auch aus der sitzenden Position heraus leicht erreichbar sein und auch wieder verstaut werden können.

Mögliche Maßnahmen

  • Bewegungsfläche
    Rollstuhlfahrer benötigen vor bzw. zwischen den Küchenzeilen eine Mindestbewegungsfläche von 1,50 m Breite. Lange Wege sollten möglichst vermieden werden.
  • Arbeitsfläche
    Optimal geeignet sind höhenverstellbare Arbeitsflächen, die sich individuell an die erforderliche Höhe anpassen lassen. Rollstuhlfahrer profitieren von unterfahrbaren Arbeitsflächen. Außerdem erleichtern ergonomisch geformte Einrichtungsgegenstände die selbstständige Vorbereitung der Speisen.
  • Steckdosen und Schalter
    Auch für Steckdosen und Schalter gilt: sie müssen auch für Rollstuhlfahrer leicht zu erreichen sein.

Einrichtung

  • Schränke
    Im Gegensatz zu Drehtüren gewährleisten moderne Schrankauszüge einen uneingeschränkten Zugriff bis in die hintersten Bereiche. Oberschränke können mit elektrischen Vorrichtungen zur Höhenverstellung versehen werden.
  • Spüle
    Eine individuell in der Höhe verstellbare Spüle erleichtert die Handhabung. Spezielle Modelle mit Schräge ermöglichen das Hineingleiten des zu spülenden Materials.
  • Stehhilfe
    Eine Stehhilfe erleichtert besonders Personen mit leichteren Bewegungseinschränkungen die Arbeit im Küchenbereich.

Technische Ausstattung

  • Herd
    Nebeneinander statt hintereinander angeordnete Kochfelder mindern die Verletzungsgefahr beim Kochen erheblich.
  • Backofen
    Für Rollstuhlfahrer eignen sich besonders höher platzierte Öfen und/oder Modelle mit schwenkbarer Drehtür. Spezielle unterfahrbare Auszüge erleichtern das Entnehmen oder Absetzen heißer Schüsseln u.ä. erheblich.
  • Kühlschrank
    Die Anordnung des Kühlschranks sollte in einer Höhe erfolgen, die die Entnahme von Lebensmitteln aus allen Fächern des Kühlschranks erleichtert.
Altersgerechte Anpassung von Bad und WC
Altersgerechte Anpassung von Bad und WC

Besonders im eigenen Bad wünscht sich jeder, so lange wie möglich auf fremde Hilfe verzichten zu können. Zu beachten ist auch, dass Wasser eine Rutschgefahr birgt, die bei der Planung unbedingt zu berücksichtigen ist. Eine individuell auf den Benutzer abgestimmte Ausstattung hilft persönlichen Einschränkungen entgegenzuwirken.

Mögliche Maßnahmen

  • WC
    Rund um das WC ist eine ausreichende Bewegungsfläche erforderlich. Für Rollstuhlfahrer gilt: links und rechts neben dem WC mind. 95 cm Breite und 70 cm Tiefe. Auch die Höhe des WC sollte optimal ausgerichtet sein (höhenverstellbare Systeme erhältlich), um ein sicheres und unbeschwerliches Aufstehen zu ermöglichen.
  • Badewanne
    Halte- und Stützgriffe, Wannen mit eingebauter Tür, Wannenliftsysteme und Badebretter als Sitzgelegenheit helfen den Einstieg in die Badewanne so bequem wie möglich zu gestalten.
  • Dusche
    Bodengleiche Duschen und Duschtüren ohne Schwelle ermöglichen einen sicheren Zutritt in die Dusche auch bis ins hohe Alter und überzeugen gleichzeitig durch ihre Optik. Duschhocker, Klapp- oder Einhängesitze erhöhen den Komfort im Bedarfsfall zusätzlich.
  • Waschtisch
    Insbesondere Rollstuhlfahrern ermöglicht ein flacher Waschtisch eine uneingeschränkte Nutzung. Bedienungsvorrichtungen und Ablage sollten gefahrlos erreichbar sein.
  • Tür zum Sanitärbereich
    Für Rollstuhlfahrer muss der Zugang zum Bad eine gewisse Breite aufweisen und nach außen zu öffnen sein, um im Bedarfsfall (z.B. nach einem Sturz) auch von außen geöffnet werden zu können, wenn die Innenseite von der Person oder dem Rollstuhl blockiert wird.
  • Spiegel
    Spezielle Kippspiegel ermöglichen die Sicht sowohl aus der Steh- als auch aus der Sitzposition.
  • Ausstattung und Ausrüstungselemente
    wie Haltegriffe, Winkelgriffe, Handlauf-Kombinationen, Ablageschale, Gehhilfenhalter, Wandstützgriffe, Stützklappgriffe, Boden-Wandstützgriff sollten aus Gründen der besseren Sichtbarkeit möglichst kontrastreich ausgeführt werden.

Für förderungsfähige, barrierefreie Bäder gelten folgende technische Mindestanforderungen:

  • Mindestgröße Bad: 1,80 Meter x 2,20 m oder alternativ
  • Bewegungsfläche vor Waschbecken, WC und Dusche: mindestens 90 cm in der Breite und 120 cm in der Tiefe (Die Bewegungsflächen dürfen sich überschneiden)
  • Abstand zwischen Sanitärobjekten oder zur seitlichen Wand: 25 cm
  • Bodengleiche Dusche: Die Dusche darf maximal 20 mm tiefer liegen als der Badezimmerboden, wenn kein rutschfester bzw. rutschhemmender Bodenbelag vorhanden ist. Bei einem Übergang sollte dieser als geneigte Fläche angelegt werden.
  • Lichte Breite von Durchgängen und Türen: 90 cm
  • Waschbecken-Tiefe: mindestens 48 cm, Montage auf benötigter Höhe mit freiem Knieraum, damit das Becken auch im Sitzen genutzt werden kann.
  • WC: Anbringung auf benötigter Höhe oder aber höhenverstellbare Variante.
  • Maximale Einstiegshöhe Badewanne: 50 cm (Alternativ: Badewanne mit mobilem Liftsystem oder mit seitlichem Türeinstieg.)

Alle Angaben ohne Gewähr. Irrtümer und Änderungen vorbehalten.

Voraussetzung für eine Förderung ist, dass alle Arbeiten für einen barrierefreien Badumbau von einem Fachunternehmen durchgeführt werden. Der Antrag auf Förderung muss VOR der Badsanierung erfolgen. Weitere Detailinformationen zur Förderung von barrierearmen Wohnungsanpassungen finden Sie an dieser Stelle.

Altersgerechte Anpassung des Wohnzimmers
Altersgerechte Anpassung des Wohnzimmers

Im gesamten Wohnbereich sollte darauf geachtet werden, dass Bewegungsflächen ausreichend groß bemessen werden, um die Erreichbarkeit von Dingen des täglichen Bedarfs bzw. tägliche Bewegungsabläufe zu ermöglichen. Eine zu enge Möblierung sowie Stolperkanten müssen vermieden werden.

Mögliche Maßnahmen

  • Bewegungsflächen
    Bewegungsflächen vor Türen, Sitzgelegenheiten und Schränken müssen ausreichend bemessen sein, damit sich ggfs. auch Rollstuhlfahrer gefahrlos im Raum bewegen können.

Einrichtung

  • Sitzgelegenheiten
    Niedrige Sitzflächen erschweren das Setzen und Aufstehen erheblich. Mindestens ein Sitzplatz sollte über eine Sitzhöhe verfügen, die eine leichte und gefahrlose Nutzung ermöglicht.
  • Schränke, Sideboards, Regale
    Die Anordnung, Höhe und Tiefe sollte möglichst einen uneingeschränkten Zugriff bis in die hintersten Bereiche ermöglichen. Häufig benutzte Gegenstände sollten stets gut erreichbar sein.

Technische Ausstattung

  • Schalter und Bedienelemente
    Für Schalter und sonstige elektrische Bedienelemente gilt: Sie müssen leicht zu erreichen sein.
  • Beleuchtung
    Bei der Auswahl und Anordnung der Beleuchtungskörper sollte unbedingt beachtet werden, dass die Helligkeit ausreichend, die Gesamtwirkung aber trotzdem angenehm ist. Empfohlen werden individuell regulierbare Leuchten und Leuchtmittel mit guter Farbwiedergabe.
  • Sonnenschutz und Verdunkelung
    Eine elektrische Bedienung, möglichst auch mit Fernbedienung, von Rollläden oder Rollos gewährleistet eine selbstständige und individuelle Nutzung.
  • Lüftung
    Besonders komfortabel sind elektronische Lüftungsanlagen, die je nach Bedarf be- und entlüften, aber auch individuell kontrollierbar sind.
  • Telefon/Notruf
    Optimaler Weise sollte in jedem Raum die Möglichkeit einen Notruf absetzen zu können eingerichtet sein.
Altersgerechte Anpassung des Schlafzimmers
Altersgerechte Anpassung des Schlafzimmers

Quelle Bild: VELUX

Auch im Schlafbereich sollte darauf geachtet werden, dass Bewegungsflächen ausreichend groß bemessen werden, um tägliche Bewegungsabläufe komfortabel zu gestalten. Eine zu enge Möblierung sowie Stolperkanten müssen vermieden werden.

Mögliche Maßnahmen

  • Bewegungsfläche
    Bewegungsflächen vor Türen, Bett und Schränken müssen ausreichend bemessen sein, damit sich ggfs. auch Rollstuhlfahrer gefahrlos im Raum bewegen können.

Einrichtung

  • Bett
    Eine ausreichende Höhe erleichtert das Setzen und Aufstehen erheblich. Spezielle Haltegriffe können unterstützend wirken. Ein höhenverstellbarer Lattenrost ermöglicht eine bequeme Sitzposition z.B. zum Lesen, aber auch im Hinblick auf eine längere Verweildauer im Bett.
  • Schränke, Regale, Ablagen
    Die Anordnung, Höhe und Tiefe sollte möglichst einen uneingeschränkten Zugriff bis in die hintersten Bereiche ermöglichen. Häufig benutzte Gegenstände sollten stets gut erreichbar sein.

Technische Ausstattung

  • Schalter und Bedienelemente
    Für Schalter und sonstige elektrische Bedienelemente gilt: Sie müssen leicht zu erreichen sein.
  • Beleuchtung
    Bei der Auswahl und Anordnung der Beleuchtungskörper sollte unbedingt beachtet werden, dass die Helligkeit ausreichend, die Gesamtwirkung aber trotzdem angenehm ist. Empfohlen werden individuell regulierbare Leuchten und Leuchtmittel mit guter Farbwiedergabe.
  • Sonnenschutz und Verdunkelung
    Eine elektrische Bedienung, möglichst auch mit Fernbedienung, von Rollläden oder Rollos gewährleistet eine selbstständige und individuelle Nutzung.
  • Lüftung
    Besonders komfortabel sind elektronische Lüftungsanlagen, die je nach Bedarf be- und entlüften, aber auch individuell kontrollierbar sind.
  • Telefon/Notruf
    Optimaler Weise sollte in jedem Raum die Möglichkeit einen Notruf absetzen zu können eingerichtet sein.
Altersgerechte Anpassung der Beleuchtung
Altersgerechte Anpassung der Beleuchtung

Licht dient in erster Linie der Orientierung in einem dunklen Raum. Nicht unerheblich ist aber auch, dass mit entsprechendem Licht bestimmte Stimmungen erstellt werden können.

Bei der Auswahl und Anordnung der Beleuchtungskörper sollte unbedingt beachtet werden, dass die Helligkeit ausreichend, die Gesamtwirkung aber trotzdem angenehm ist. Empfohlen werden individuell regulierbare Leuchten und Leuchtmittel mit guter Farbwiedergabe.

Möchten Sie sich individuell beraten lassen? Dann nehmen Sie doch Kontakt zu uns auf.

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